Protokoll der Mitgliederversammlung vom 31. März 2019

Ort: DRK Haus am Bachgarten Zeit: 15 bis 17 Uhr
Leitung: Martin Groß, 1. Vorsitzender Protokoll: Eugen Franke, Schriftführer
43 Teilnehmer

TOP 1 Begrüßung
Martin Groß begrüßt die Teilnehmer der Mitgliederversammlung und die Gäste: Herrn Jürgen Sax, den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreis-Obst- und Gartenbauverbandes und Frau Dagmar Uebel als Vertreterin der Presse (Badisches Tagblatt).Er stellt fest, dass die Versammlung satzungsgemäß einberufen wurde und beschlussfähig ist. Nach Verlesung der Tagesordnung gibt es keine Einwände gegen sie.
Einleitend zu seiner 2. Mitgliederversammlung hebt er hervor, dass er noch vieles über dieVereinsorganisation lernen muss, dass ihm dabei aber die ganze Vorstandschaft mit Rat und Tat hilft.
Dann geht er auf das Obstjahr 2018 ein, das wegen der Trockenheit vor allem den jung gepflanzten Bäumen zu schaffen machte aber eine reiche Obsternte bescherte, trotz manchem Astbruch an vorgeschädigten Bäumen.
Zur Situation des Vereins sagt er, dass der Vorstand sich bemüht habe, die Ziele des Vereins zu erfüllen, nämlich die Förderung des Obst- und Gartenbaus, den Naturschutz, die Information der Mitglieder und die Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen, dass aber die Aufgaben schon wegen der Altersstruktur des Vereins hauptsächlich von den Mitgliedern des Vorstands wahrgenommen worden seien. Der Verein könne nur weiterbestehen, wenn mehr junge Leute beitreten und mitarbeiten würden, eine Erneuerung von unten her erreicht werden könnte. Er bat die Versammlung um Gedanken und Anregungen dazu. Schließlich dankte er allen Aktiven für ihren Einsatz.

TOP 2 Totenehrung
In einer Schweigeminute wird der 2018 verstorbenen Mitglieder des Vereins gedacht:
Dr. Hans-Gerhard Varbelow, ehemaliger Vorsitzender des Vereins, Wolfgang Pfingst, Rudolf Schoch und Klaus Fieg.

TOP 3 Rechenschaftsbericht
Der Schriftführers Eugen Franke führte die Aktivitäten des Vereins in den verschiedenen Bereichen auf. (Text im Anhang)

TOP 4 Kassenbericht
Die Kassiererin Elke Hartmann, die zusammen mit der für IT zuständigen Angelika Hansen die Kasse führt, informierte über die Ausgaben und Einnahmen des Vereins und stellte bei einem Minus von 67 € ein solides Wirtschaften des Vereins fest. (Text im Anhang)

TOP 5 Bericht der Kassenprüfer
Manfred Reif hatte mit seinem Kollegen Harry Braunwart die Kasse geprüft und berichtet von einer vorbildlich geführten Kasse.

TOP 6 Entlastung
Die Versammlung entlastet den Vorstand ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung.

TOP 7 Wahl der neuen Kassenprüfer
Da die Kassenprüfer möglichst nicht dem Vorstand angehören sollen, werden zwei einfache Mitglieder vorgeschlagen und per Akklamation, ohne Gegenstimme und Enthaltung gewählt: Willi Strobel und Mathias Hahn.

TOP 8 Pause
Unterdessen werden Lose für die Tombola verkauft.

TOP 9 Ehrungen
Die Ehrungen nimmt Jürgen Sax, stellvertretende Vorsitzender des Kreis Obst- und Gartenbauverbandes vor:  Reinhard Fortenbacher, Hilde George, Klaus Lembrecht, Michael Rastätter und Manfred Reif erhalten für ihre 25jährige Mitgliedschaft das silbernen Apfelbäumchen und eine Ehrenurkunde vom LOGL (Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V.)  Karlheinz Kyre wird mit dem goldenen Apfelbäumchen und einer Ehrenurkunde für sein 40 jährige Mitgliedschaft ausgezeichet. Vom OGV erhalten alle zusätzlich ein Präsent.

TOP 10 Vortrag
Mitglied und Tierschutzexperte Stefan Eisenbart spricht zum Thema “ Bedrohte einheimische Tierarten“. Nach seinen Ausführungen ist die Tierwelt stark bedroht, zum einen durch die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und zum andern durch die nicht abnehmende Versiegelung von Naturflächen (Der Fläche von 10 Sportplätzen entsprechend wird jeden Tag Land überbaut.) Da dadurch auch der Lebensraum für den Menschen zerstört werde, erübrige sich die Frage, warum man neue Siedlungen wegen ein paar Tieren verhindern solle.
Um nicht nur Negatives vorzutragen, zeigt der Referent auf, wie sich aussterbende einheimische Tierarten durch den Einsatz von Naturschützern wieder vermehren konnten, z.B. der Weißstorch oder bedrohte Fledermausarten. Beim Turmfalken könne man sogar wegen der gewachsenen Population auf eine Beringung verzichten. Wichtig sei, die Kinder von Anfang an in die Naturschutzarbeit, so zum Beispiel beim Schutz der Amphibien-wanderung, mit einzubeziehen. Die Erfolge zeigten, dass die Mühe sich lohne.

TOP 11 Vorplanung zukünftige Aktivitäten
Martin Groß stellt die Planung für das neue Vereinsjahr vor:

26. April – Apfelsaftverkauf auf dem Markt
19. Mai – Vereinsfest
31. Mai 18 Uhr – Sommerschnittkurs
14. Juli – Teilnahme am Stadtfest 800 Jahre Gernsbach
8. August Kinderferienprogramm Tontöpfe bemalen mit Petra Bachmann
14. September – Denkmalnacht: Beleuchtung des Metzger- und des Marktbrunnen
21. September Umtopfaktion
Oktober – Bestellung von Obstbäumen und Beerensträuchern
7. Dezember 13:30 Uhr Winterschnittkurs
Geplant ist außerdem ein kleiner Stammtisch.
Beim Veredlungskurs am 14. April in Bad Rotenfels sind noch Plätze frei.

TOP 12 Anregungen und Kritik
Stefan Eisenbarth weist auf ein Landschaftspflegeprojekt hin: Entbuschung von kleineren Flächen zur Beweidung durch Ziegen oder Schafe. Es besteht die Möglichkeit sich zu engagieren.
Martin Groß erinnert daran, dass Großeltern ihr Wissen im Obst- und Gartenbau an ihre Enkel weitergeben können, indem sie mit ihnen zusammen die Streuobstwiesen pflegen.

Zum Abschluss dankt der Versammlungsleiter den Teilnehmern, den Vortragenden und allen Helferinnen und Helfern, die durch ihren Einsatz zum Gelingen der Mitgliederversammlung beigetragen haben und schließt die Versammlung.

Gernsbach, den 31. März 2019

Martin Groß, 1. Vorsitzender             Eugen Franke, Schriftführer

 

Anhang:

OGV Gernsbach Jahreshauptversammlung 31.03.2019

TOP 3 RECHENSCHAFTSBERICHT

Bei der Mitgliederversammlung, kann jedes Mitglied des Vereins ganz offiziell erfahren, was der Verein geleistet hat und ob der Vorstand sich an die Zielsetzung des Vereins gehalten hat. Das Mitglied kann dann dazu Stellung zu nehmen, Fragen stellen, zumindest aber den Vorstand entlasten oder auch nicht.
Ich berichte jetzt über die verschiedenen Bereiche, in denen der Verein tätig war.
Kurse zum Erlernen der Obstbaum- und Beerensträucherpflege gehören zu den wichtigsten Angeboten eines Obst- und Gartenbauvereins: Im Berichtsjahr gab einen Sommer- und einen Winterschnittkurs, jeweils auf dem OGV Grundstück auf der Weinau. Diese Kurse richten sich an Neulinge und Erfahrene und bieten auch alten Hasen immer wieder etwas Neues.
Kinder sollen für die Anliegen des OGV gewonnen werden: In diesem Jahr ließen Petra Bachmann und Alexander Zöllner ihre Schützlinge im Rahmen des städtischen Kinderferienprogramms Nistkästen basteln und brachten ihnen so den Naturschutz näher.
Das OGV Grundstück braucht ständige Pflege.
Die Einladung zum alljährlichen Streuobstpflegetag richtet sich an alle Interessierten. Sie können mithelfen, dabei etwas lernen und die Anregungen zum Erhalt der Streuobstwiesen weiter geben. Auch in diesem Jahr waren fast ausschließlich Mitglieder des Vorstands aktiv und trotz der der kleinen Zahl haben sie 18 Bäume gepflegt und geschnitten und die Beerensträucher versorgt. Das waren dieselben Aktiven, die auch das Jahr über an der Grundstückspflege mit Schneiden, Mähen (auch um die Infotafeln des Streuobstwegs), Aufräumen und Jäten beteiligt waren. Nämlich Harry Braunwart, Reinhard Fortenbacher und Manfred Reif. Angelika Hansen und Elke Hartmann.
Die Aktiven kümmerten sich auch um die reiche Apfelernte und Versaftung, so dass wir heute hier OGV eigenen naturreinen Saft kaufen können.
Dank der Initiative von Martin Groß konnte ein überdachter Sitzplatz mit Tisch auf dem OGV Grundstück aufgestellt werden. Er lädt zur Ruhepause ein, wird für Vesperpausen genutzt und ermöglicht bei Schnittkursen die regensichere Auslage von Infomaterialien. Sogar eine Vorstandssitzung fand dort statt.
Gärtnerisches Wissen und Können an interessierte Bürger weiterzugeben und damit auch gleichzeitig für den Verein zu werben, war der Sinn von zwei für den Verein neuen Aktionen. Die eine war die Umtopfaktion auf dem Salmenplatz unter der fachmännischen Anleitung von Jürgen Illig, die aufgrund des Interesses in diesem Jahr wieder durchgeführt wird. Die andere war der Stammtisch, bei dem Elke Hartmann fundiert über das Kompostieren informierte, bevor dann darüber diskutiert wurde.
In diesem Zusammenhang kann auch der alljährliche Verkauf von Obstbäumen im Herbst genannt werden, der vor allem wieder in den Händen von Reinhard Fortenbacher lag. Er verhilft zu preisgünstigen Obstbäumen in guter Qualität mit Pflanzschnitt einschließlich Tipps zum weiteren Schneiden und Pflanzen
Die Förderung das Vereinslebens ist ein wichtiges Anliegen eines Vereins. Dazu trug im vergangenen Jahr besonders der erfolgreiche Vereinsausflug nach Freiburg und ins Glottertal bei. Erwähnt werden müssen aber auch Manfred Reif und Christa Sulzbach, die sich schon seit geraumer Zeit um die Jubiläen und Geburtstage der Mitglieder kümmern.
Auch die Kontakte zwischen den Vereinen sollten gepflegt werden. Das 800jährige Jubiläum von Gernsbach bot dazu die Gelegenheit. Ein gemeinsamer Auftritt der Gernsbacher OGVs wurde besprochen.
Damit Aktivitäten geplant, koordiniert und in die Tat umgesetzt werden können, braucht es einen Vorstand und der tagte an sieben Terminen verteilt über das Jahr. Informationen über die Aktivitäten findet man auch in der Tagespresse, im Stadtanzeiger und im jährlich einmal erscheinenden Rundbrief.
Und zuletzt: Auch 2018 wurde die Baumschnittprämie des Landes Baden-Württemberg vom Regierungspräsidium angewiesen und den Teilnehmern unter anderen auch dem OGV (300 €) zugeteilt. Inzwischen ist die 4. von 5 Prämien beantragt.

Eugen Franke

 

 

2019-11-29T11:39:21+00:00