Ameisen

nicht immer gern gesehen

Feiner Sand aufgeworfen zwischen Gräsern oder Plattenfugen, der immer wieder neu auftaucht, wenn man ihn gerade beseitigt hat; unterwühlte Gartenwege und Terrassenplatten, Fresslöcher in Fallobst, manchmal schon an verwurmten Früchten auf dem Baum; Prozessionen aus dem Garten zu süßen Leckereien im Haus; vielfältige Betreuung von Blattläusen, die Honigtau produzieren; Gänge um Wurzeln, die die Pflanzen verdörren lassen – das alles schätzen Obstbauer und Gärtner wenig und bezeichnen darum die Ameise als Schädling, zumal sie auch noch kräftig zubeißt oder je nach Art auch sticht und dann juckende Pusteln verursacht.

Die Ameise hat aber durchaus auch positive Seiten: Sie […]

2018-03-04T11:43:49+00:00

Die Schermaus (arvicola terrestris) oder Wühlmaus 

Ein echter Schädling, der nicht auf der roten Liste steht

Eine alte Geschichte, immer wieder neu: Der junge Obstbaum hat sich prächtig entwickelt der Erziehungsschnitt hat seine Wirkung getan, bald wird er reiche Frucht tragen. Und dann im kommmenden Frühjahr treibt er schwach oder gar nicht mehr aus, wirkt krank. Das ist er aber nicht. Was ihm fehlt sind die Wurzeln und so lässt er sich mit leichtem Griff  aus dem Boden hochheben. Die Hauptwurzel sieht wie angespitzt aus. Wieder einmal hat die Wühlmaus zugeschlagen, bzw. zugebissen und eine leckere Mahzeit gehabt.

Die Schermaus gehört zu der Familie der Wühlmäuse, zu der […]

2018-03-03T23:09:26+00:00

Wildschäden durch Schwarzwild

Auf ihren meist nächtlichen Streifzügen hinterlassen die Wildschweine aufgewühlte Grasnaben in den Streuobstwiesen, und zerstörte Gemüsebeete in ungeschützten Gartenanlagen zurück. Dass diese Schäden immer häufiger werden, liegt nicht zuletzt am Klimawandel, der dem Schwarzwild durch die milderen Winter hervorragende Fortpflanzungsmöglichkeiten bietet. Außerdem fehlen Wölfe, die ursprünglich die Population kleiner halten konnten. Die vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft bietet reichliche Futterquellen, die für die Tiere zum Teil einfacher zu erreichen sind als im Wald: Grünlandflächen stellen ein reiches Angebot an Würmern und Larven oder Puppen von Insekten aber auch von dickfleischigen Wurzeln zur Verfügung. Verschiedene Feldfrüchte stehen zur Verfügung und große Maisfelder […]

2017-12-27T19:07:06+00:00

Der Apfelwickler

Wer sich im Frühjahr 2014 auf eine reiche Obsternte freute, sah sich im Herbst bitterlich enttäuscht. Ernteausfälle bis zu 80% waren zu verzeichnen. Entweder fielen die Äpfel bereits im Mai-Juni von den Bäumen oder sie waren zur Erntezeit wurmstichig.

Hauptverursacher war der Apfelwickler. Grund genug sich mit ihm zu beschäftigen. Ursprünglich nur in Europa verbreitet hat er sich als invasive Art weltweit verbreitet und gilt in Nordamerika und China mittlerweile als größter Obstschädling.

Der Schädling überwintert als ausgewachsene Raupe in einem festen weißlichen Kokon hinter Rindenritzen. Im Frühjahr verpuppen sich die Raupen. Aufgrund der warmen Temperaturen im letzten Frühjahr schlüpfte er bereits […]

2017-12-27T19:08:58+00:00

Vielfraß gegen Überlebenskünstler: Der Schneeballblattkäfer

Der immergrüne Schneeball (Viburnum tinus) erfreut uns im Winter mit seinen an Lorbeer erinnernden immergrünen Blättern und ganz besonders von November bis April mit seinen weißen Blüten. In den wärmeren Monaten bietet der Strauch leider oft ein bejammernswertes Bild. Die Blätter sind fast alle vielfältig durchlöchert, bis hin zur Skelettierung. Schaut man dann näher hin, wimmelt es auf den Blättern von etwa 6 mm langen bräunlichen Käfern, die oft gerade mit der Fortpflanzung beschäftigt sind: der Schneeballblattkäfer (Pyrrhalta Viburni). Berührt man den Strauch, lassen sie sich fallen oder fliegen auf. Sie selbst sind keine so großen Fressschädlinge wie ihre […]

2017-12-27T20:22:56+00:00